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Klaus Kosacks Bonner Wetterhistorie

Wieder ein zu milder Winter und der Sommer erneut zu trocken?

Um Fragen wie diese dreht es sich in Zeiten des Klimawandels immer wieder.

Daher freuen wir uns außerordentlich, Ihnen ab Juni 2020 einen Blick in die jüngere Bonner Wetterhistorie präsentieren zu können.

Die in den Monatsrückschauen aufgeführten Daten stammen von Klaus Kosack, einem regional bekannten Diplom-Geographen und ehemaligen Chef-Statistiker der Stadt Bonn. Für seine Erhebungen greift Klaus Kosack auf die aktuellen Daten der Wetterstation Bonn- Endenich der Uni Bonn und Daten aus seiner Wetterhistorie zurück.

Bonner September 2021: Sehr warm, zu trocken mit viel Sonne

 Der grade abgelaufene September war sehr warm und es gab viel Sonne– dieses Fazit zieht der ehemalige Chefstatistiker der Stadt, Klaus Kosack am Ende des Monats. Zudem war es sehr trocken. Nur die letzte Septemberdekade war kühler. Dabei greift er auf die aktuellen Daten der Wetterstation Bonn- Endenich der Uni Bonn und Daten aus seiner Wetterhistorie zurück.

Temperatur: Der grade abgelaufene September 2021 wies eine Durchschnittstemperatur von 17,3 Grad Celsius auf. Damir belegte der diesjährige September den 10. Platz in den Bonner Wetterannalen seit 1895 und reihte sich zwischen den Septembermonaten 2011 (17,4 °C) und 2020 (17,2 °C) ein. Der September 2021 bescherte den Bonnern 9 Sommertage und 24 warme Tage. Da gab es zwei Sommertage mehr als beim Vorgängermonat August. Am wärmsten war es mit 28,7 Grad Celsius am 9.. Frisch war es am Morgen des 22., wo minimal 7,1 Grad Celsius gemessen wurden.

Sonne: Die Hochs über Mitteleuropa bescherten den Bonnern sehr viel Sonnenschein, das hatte zur Folge, dass sich die Sonnenscheindauer im September auf 201 Stunden addierte, mehr als im August und Juli. Das sind beachtliche 137 Prozent des Septembersolls von 146 Stunden. An 7 Tagen schien die Sonne länger als zehn Stunden. An keinen einzigen Tag versteckte sich die Sonne den ganzen Tag. Damit belegt der September 2021 den Platz 7 seit 1969. In diesem Jahr addiert sich das Sonnenplus schon auf 109 Stunden, das sind 9 Prozent mehr als im Durchschnitt.

Niederschlag: Der September 2021 war sehr trocken. Im Laufe des Monats fielen an 7 Tagen insgesamt 15 Liter pro Quadratmeter (= 28 Prozent eines normalen Septembers). Damit war der September der neunt trockenste Monat seit 1848. Zugleich war der September der trockenste Monat des ganzen Jahres. Bislang sind 703 mm Regen in diesem Jahr gefallen, das sind 210 mm mehr als normal. Der wenige Regen ließ den Rheinpegel bis auf 1,88 m am 30.09. sinken, das ist der niedrigste Stand seit Anfang Mai.

Vergleich mit 2020: Der September 2020 war um 0,1 Grad Celsius kühler als der aktuelle September. Die Minimaltemperatur (8,6 Grad Celsius) war 2020 höher und auch die Maximaltemperatur mit 34,8 Grad Celsius ebenfalls höher. Die Ausbeute an Sommertagen betrug 2020 insgesamt 12 Tage und 3 Tropentage. Im Vorjahr schien die Sonne 9 Stunden länger und es regnete 37 Liter pro Quadratmeter mehr.

 

 

Inhaltlich verantwortlich: Klaus Kosack, Annaberger Str. 212, 53175 Bonn